Schneller Radfahrer auf asphaltierter Straße

Rad­schnell­verbindungen

Schnell und komfor­tabel mit dem Rad unter­wegs

Mindestens 100 Kilometer Radschnellverbindungen – das ist das Ziel für Berlin. Auf diesen Wegen können Radfahrer*innen zukünftig schnell und umweltfreundlich große Distanzen in Berlin zurücklegen.

Radfahrer*innen, die weite Strecken im Berliner Stadtgebiet zurücklegen wollen, dürfen sich freuen: Ziel ist es, dass die Strecken zügig, also auch mit hohen Geschwindigkeiten, und ohne Zwischenstopps gefahren werden können. Eine Radschnellverbindung wird damit eine attraktive Alternative zum Auto, da man hier sicher und vergleichbare Distanzen genauso schnell mit dem Rad zurücklegen kann. Das gilt vor allem auch für die Verbindung von Umland und Stadt. Wer auf einer Radschnellverbindung unterwegs ist, fördert dazu auch gleich seine Fitness und Gesundheit. Perspektivisch werden die Straßen und das Klima durch die Radschnellwege entlastet.

Grafik Querschnitt eines Sonderwegs RSV
Querschnitt Sonderweg RSV, © SHP Ingenieure/Design-Gruppe

Die Vorteile der Radschnellverbindungen: die Fahrspur ist durchschnittlich vier Meter breit, sie sind vom rund 2,5 Meter breiten Fußweg getrennt, die Strecken sind gut beleuchtet und mit hochwertigem Belag gebaut. Sie verlaufen meist direkt, ohne Umwege und – bis auf wenige Ausnahmen – ohne Zwischenstopps. 

Rückblick: Auswahl und Prüfung von Trassenkorridoren

Radschnellverbindungen sind in Berlin schon eine Weile im Gespräch. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene sogenannte Trassenkorridore – also der Streckenverlauf in Ortsteilen – diskutiert. 2017/2018 wurden 30 geeignete Trassenkorridore ausgewählt und im Anschluss auf Potenziale und ihre Realisierbarkeit geprüft und bewertet. Die Ergebnisse sind in den Berichten zur Potenzialanalyse festgehalten, aus denen sich zunächst zwölf Trassenkorridore für Radschnellverbindungen herauskristallisierten. Für diese zwölf möglichen Verbindungen wurden erste verkehrsplanerische Empfehlungen erarbeitet.

Status Quo: Entwicklung von Radschnellverbindungen für Berlin

2018 hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) das weitere Vorgehen definiert. Zehn Trassen werden jetzt detaillierter untersucht. Dafür haben wir die öffentlichen Ausschreibungen für die ersten Trassen vorbereitet und das Vergabeverfahren abgeschlossen. Insgesamt wurden die zehn Trassen in drei „Arbeitspaketen“ gebündelt. Drei Trassen werden in einem ersten Arbeitspaket bearbeitet. Es umfasst die drei südlichen Trassenkorridore RSV 1, 3 und 6 (vgl. Karte). Aufgaben sind konkrete fachliche Machbarkeitsuntersuchungen und Bewertungen sowie die Durchführung von ersten vorbereitenden Planungsleistungen (nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure [HOAI]).

Karte Trassenkorridore Radschnellverbindungen Berlin
Trassenkorridore der zehn Radschnellverbindungen Berlin / © SHP-Ingenieure

Übersicht der Trassen

Die geplanten Trassen werden in der Reihenfolge der Bearbeitung aufgelistet:

  • Teltowkanalroute (RSV 6)Route führt durch die Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf entlang des Teltowkanals
  • Y-Trasse (RSV 1): Route verläuft über Neukölln in Richtung Südosten/Schönefeld, parallel zur A113
  • Trasse Königsweg-Kronprinzessinnenweg (RSV 3)Route führt durch den Grunewald in Richtung Wannsee/Potsdam
  • Trasse Mitte-Tegel-Spandau (RSV 2)Route verläuft zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Bezirk Spandau mit Anbindung an den Flughafen Tegel
  • West-Route (RSV 5): Route verbindet Spandau über die Heerstraße und die Straße des. 17. Juni mit der Stadtmitte
  • Trasse Spandauer Damm - Freiheit (RSV 7): Route verläuft südlich der Spree von der S-Bahn Station Westend bis in die Altstadt von Spandau
  • Trasse Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee (RSV 8)Route bindet den Jakob-Kaiser-Platz an Siemensstadt sowie Spandau an
  • Trasse Landsberger Allee - Marzahn / Ost-Route (RSV 9): Route ist die Weiterführung der RSV 5 über den Schlossplatz und Alexanderplatz bis nach Marzahn-Hellersdorf
  • Trasse Reinickendorf-Route / Heiligensee (RSV 10): Route verbindet die Stadtteile Reinickendorf, Wedding mit der Stadtmitte parallel zur A111
  • Trasse Panke-Trail (RSV 4): Route verläuft vom Nordbahnhof und der Torstraße nach Norden über die S-Bahn Pankow bis hin zu S-Bahn Karow

Untersuchung der Machbarkeit und weitere Schritte

Die Machbarkeitsuntersuchungen für die Teltowkanalroute (RSV 6), die Y-Trasse (RSV 1) und die Trasse Königsweg (RSV 3) haben im Sommer 2018 begonnen. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 erwartet. Die Bauphase wird nicht vor 2022 beginnen. Ein verbindlicher Termin ist hier schwer vorauszusagen, denn die Genehmigungsverfahren und Prüfzeiträume sind derzeit noch nicht genau zu terminieren. Es ist aber durchaus möglich, dass Teilabschnitte zeitlich vorgezogen werden können.

Die Machbarkeitsuntersuchungen für das zweite und dritte Arbeitspaket haben im Januar 2019 begonnen. Die Bearbeitung erfolgt jedoch zeitlich versetzt. Pro Trasse werden für diese fachlichen Prüfungen mindestens 6 Monate veranschlagt. Das zweite Arbeitspaket umfasst die in Ost-West-Richtung verlaufenden Trassenkorridore RSV 2, 5, 7, 8 und 9 (vgl. Karte). Das dritte Arbeitspaket beinhaltet die RSV 4.

Wo sind die Radschnellverbindungen im Berliner Osten? Die Ergebnisse der Potenzialuntersuchungen der im Osten verlaufenden Trassenkorridore ergaben im Vergleich zu den anderen Trassenkorridoren deutlich schlechtere Bewertungen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit. Sie wurden daher zurückgestellt und werden vorerst nicht weiter untersucht. Für den in östlicher Richtung verlaufende Trassenkorridor Landsberger Allee-Marzahn / Ost-Route (RSV 9) wird eine Machbarkeitsuntersuchung erfolgen. 

Info- und Dialog­veranstal­tungen

Über die Machbarkeit der Teltowkanalroute und andere geplante Trassen wollen wir informieren und mit fahrradbezogenen Gremien, Initiativen sowie Anwohner*innen und anderen interessierten Bürger*innen ins Gespräch kommen. Dabei geht es auch darum, Ortskenntnisse, Bedenken und andere Hinweise aufzunehmen. Erarbeitete vorläufige Pläne und Routenvarianten möchten wir bei den Veranstaltungen mit Ihnen diskutieren. Kommende Termine geben wir Ihnen auf unserer Website bekannt.

Ablauf Planung und Bau von Radschnellverbindungen

Projektschritte Radschnellverbindungen infraVelo
Verfahrensschritte Radschnellverbindungen, © SHP Ingenieure/Design-Gruppe
Sie haben Fragen?
Wir beantworten Ihre Frage zu unseren Aufgaben bei Radschnellverbindungen.
E-Mail senden
Trassenkorridor Teltowkanalroute infraVelo

Radschnellverbindung

Teltow­kanal­route

Komfortabel und schnell von Steglitz-Zehlendorf an die Spree

Steglitz-Zehlendorf
Tempelhof-Schöneberg
in Vorbereitung
mehr dazu