Fahrradfahrer warten an einer Ampel auf dem Großen Stern an der Siegessäule in Berlin
infraVelo-Projekt
Rad­schnell­ver­bin­dung

Ost-Route

Bequem von der Stadtmitte bis an die östliche Stadtgrenze

in Planung
Bezirksübergreifend

Die "Ost-Route" soll die äußeren Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mit Mitte verbinden. Der untersuchte Trassenkorridor verläuft von Marzahn-Hellersdorf über die Karl-Marx-Allee und den Alexanderplatz bis zum S-Bahnhof Tiergarten. Es sollen vor allem Wohn- und Arbeitsquartiere angebunden werden. Die "West-Route" ist die Verlängerung der "Ost-Route", die von Spandau bis nach Charlottenburg-Wilmersdorf führt. Die Gesamtstrecke der Ost- und West-Route umfasst knapp 38 Kilometer.

 

Die Machbarkeitsuntersuchung ist abgeschlossen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die "Ost-Route" machbar ist und einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor aufweist.

 

Die Projektkarte zeigt die Vorzugstrasse, die im Rahmen der Vorplanung (Stand 04/2022) ermittelt und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Sie stellt einen Arbeitsstand dar. Nach Abschluss der Vorplanung folgt die Entwurfsplanung, in der die Strecke im Detail ausgearbeitet wird. Die finale Vorzugsvariante steht mit dem Planfeststellungsbeschluss fest.

Daten & Fakten

  • Bezirk: Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg

  • Vorhabenträger: Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz

  • Bauherr: GB infraVelo GmbH

  • Projektsteuerer: GB infraVelo GmbH

  • Planungsbüro: ETC Gauff Mobility GmbH

  • Projekttyp: Noch nicht festgelegt, da in Planung
    Länge: 23.000 m

Planungsschritte

  • 4. Quartal 2018

    Vergabe Planleistung

  • 4. Quartal 2020

    Machbarkeitsuntersuchung

    Fachliche Untersuchungen einzelner Trassenführungen auf konkrete Machbarkeit

  • 1. Quartal 2026

    Planfeststellung

    voraussichtlicher Abschluss des Planfeststellungsverfahrens*

*Wir gehen von einer zweijährigen Dauer des Planfeststellungsverfahrens aus. Diese kann jedoch variieren, denn der Abschluss erfolgt erst, wenn alle Belange bewertet und abgewogen sind. Dies liegt in der Zuständigkeit der unabhängigen Prüfbehörde - der Planfeststellungsbehörde.

Projektlogbuch

Das Interesse an den Vorzugstrassen der Radschnellverbindungen „Ost-Route“ und „West-Route“ ist groß: Während der Online-Vorstellung der Routenführungen (hier gibt es den Livestream zum Nachschauen) gingen 180 Fragen und Hinweise über das Beteiligungstool Slido ein. Auf einige Fragen konnten wir direkt während der Veranstaltung am 6. April eingehen. Gemeinsam mit dem Fachplanungsteam haben wir nun alle Fragen beantwortet und online dokumentiert.

Die Vorzugstrassen der Ost- und West-Route stehen fest. Der Streckenverlauf auf rund 38,3 Kilometern wurde im Rahmen der Vorplanung ermittelt und am 6. April in einem Livestream auf YouTube der Öffentlichkeit vorgestellt. Die rund 170 Zuschauer*innen nutzten die Möglichkeit zahlreiche Fragen an die Planer*innen zu richten.

Für Radschnellverbindungen in Berlin gibt es bislang keine Erfahrungswerte. Deshalb hat infraVelo für die Planung der zehn Radschnellverbindungen drei Fachplanungsbüros beauftragt. Ziel der Planer-Workshops, die seit 2019 rund zweimal jährlich stattfinden, ist es, gemeinsam mögliche Planungsherausforderungen zu besprechen und Best-Practice-Beispiele auszutauschen. Auf diese Weise profitieren wir von den unterschiedlichen Herangehensweisen und Expertisen der drei für die Radschnellverbindungen beauftragten Fachplanungsbüros.

Die Machbarkeitsuntersuchung für die Radschnellverbindung „Ost-Route“ ist abgeschlossen und liegt vor. Damit ist die Vorstufe zur Planung für diese Radschnellverbindung abgeschlossen. Zusammen mit der „West-Route“ führt die „Ost-Route“ auf 38 Kilometern einmal quer durch die Stadt von Spandau durch das Stadtzentrum bis nach Marzahn-Hellersdorf.

Zum Ergebnisbericht

Erste vorläufige Ergebnisse der Vorplanung liegen vor und wurden auf fachlicher Ebene der Senatsverwaltung und den Bezirken vorgestellt. Im nächsten Schritt sichten die Fachabteilungen die Prüffassungen und übermitteln infraVelo Anmerkungen und Hinweise. Diese werden intensiv fachlich geprüft und ausgewertet. Die größte Herausforderung ist es, Lösungen für konkurrierende Ziele und Anforderungen zu entwickeln.

In den vergangenen 18 Monaten haben wir zehn Informations- und Dialogveranstaltungen zu zehn Radschnellverbindungen durchgeführt. Acht der zehn Radschnellverbindungen wurden als Vor-Ort-Veranstaltungen durchgeführt. Aufgrund der einsetzenden Covid-19-Pandemie hat infraVelo die Vorstellung der Radschnellverbindungen RSV 2 „Mitte - Tegel - Spandau“ und RSV 10 „Reinickendorf-Route“ in den digitalen Raum verlegt. Über eine Online-Anwendung konnten sich die Teilnehmenden an ihren Bildschirmen an Umfragen und Abstimmungen beteiligen sowie Fragen und Anmerkungen zu den Routenvorschlägen äußern. Rund 120 bzw. 100 Teilnehmer*innen haben den Livestream verfolgt und bis zu 100 bzw. 60 Personen haben sich aktiv bei den diversen Beteiligungsoptionen eingebracht.

Dokumentationen der Info- und Dialogveranstaltungen:

Technische Ausstattung für die Livestream-Übertragung einer Dialogveranstaltung zu Radschnellverbindungen

In den vergangenen Wochen haben infraVelo, Vertreter*innen der Senatsverwaltung und Bezirke sowie der Fachplanungsbüros die möglichen Routenführungen erkundet und vor Ort diskutiert. Ziel war es die Strecke kennenzulernen und mögliche Herausforderungen, Konflikte und Lösungsansätze direkt vor Ort zu diskutieren.

Foto von einer Kreuzung auf der geplanten Radschnellverbindung Königsweg

Die Projektstrukturierung und die europaweiten Vergabeverfahren für die Fachplanung aller zehn Trassen sind abgeschlossen. Die Fachplanungsbüros SHP, die Planungsgemeinschaft GAUFF Mobility GmbH/Ramboll GmbH/EIBS GmbH und Lindschulte/Vössing haben für die in drei Losen ausgeschriebenen Leistungen den Zuschlag erhalten. In einem ersten Schritt beginnt die Arbeit für die Machbarkeitsuntersuchungen. Innerhalb eines zwei Kilometer breiten Korridors werden alle möglichen Wegebeziehungen identifiziert und auf ihre Machbarkeit untersucht.

Die Mobilitätswende bekommt jetzt die gesetzliche Grundlage. Berlin geht voran. Erstmals wird mit dem Mobilitätsgesetz der Vorrang des Umweltverbundes aus öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), Fuß- und Radverkehr gesetzlich festgeschrieben. Radschnellverbindungen sind ein fester Bestandteil: 100 Kilometer Radschnellverbindungen bis 2030 sind als Zielsetzung definiert. Daran orientieren wir uns.

Die zehn Trassenkorridore für die zehn zu planenden Radschnellverbindungen stehen fest. Die Senatsverkehrsverwaltung hatte umfangreiche Potenzialuntersuchungen für geeignete Trassen veranlasst, gepüft und bewertet. Hierbei wurden im ersten Schritt zwölf Trassenkorridore definiert und danach Korridore zusammengelegt, um Synergieeffekte und Netzfunktionen sicherzustellen. Mit der RSV „Ost-Route“ (RSV 9) wurde eine Radschnellverbindung ergänzt, um eine vorhandene Lücke im östlichen Berlin zu schließen. infraVelo wird von der Senatsverwaltung die Aufgabe übertragen, für die zehn Radschnellverbindungen fachplanerische Machbarkeitsuntersuchungen zu erstellen.

Berlinkarte Trassenkorridore Radschnellverbindungen Stand MU infraVelo

Verknüpfte Inhalte

Eine Fahrradampel zeigt Grün, im Hintergrund fährt ein Radfahrer auf den Fernsehturm zu.
Dokumentation

Radschnellverbindung

180 Fragen zu RSV „Ost-Route“ und „West-Route“ beantwortet

180 Fragen wurden uns im Livestream zu den Vorzugstrassen der RSV „Ost-Route“ und „West-Route“ gestellt. Auf einige konnten wir in der Veranstaltung vom 6. April direkt eingehen, alle weiteren haben wir gemeinsam mit dem Fachplanungsteam beantwortet.

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