Bezirkliches Programmmanagement und Prozesssteuerung

Radverkehrsprojekte der Berliner Bezirke koordinieren und unterstützen

Verkehrsinfrastruktur wird in Berlin auf Landesebene, aber auch wesentlich von den 12 Berliner Bezirken geplant und umgesetzt. Für bezirkliche Fahrradprojekte übernimmt infraVelo koordinierende Aufgaben sowie das zentrale Monitoring.

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Zwölf Bezirke, aber eine Stadt: Um den Fortschritt der Fahrradinfrastruktur in Berlin zu überblicken und zu unterstützen, steuert infraVelo gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) das Gesamtportfolio bezirklicher Radverkehrsprojekte. Wichtigste Instrumente dafür sind die zentrale Datenbank aller bezirklichen Radverkehrsmaßnahmen, die bezirklichen Steuerungsrunden und projektspezifische Sondertermine. Der Unternehmensbereich Bezirkliches Programmmanagement und Prozesssteuerung hat seine Grundlage im Berliner Mobilitätsgesetz und dem Bündnis für den Radverkehr.

Bezirkliche Projektdatenbank

In der 2020 eingeführten cloudbasierten Projektdatenbank werden die Radverkehrsprojekte der verschiedenen Bezirke erstmals zentral erfasst und verwaltet. Hier sind für alle Projekte von den Bezirksämtern bereitgestellte Informationen zu Terminierung, Finanzen und Planung hinterlegt. Die Projektleiter*innen in den Bezirksämtern können diese Daten eigenständig pflegen und verwalten. infraVelo hat die Datenbank entwickelt und unterstützt die Bezirksämter bei der Nutzung.

Die gemeinsame Datenbasis verbessert die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure beim Bau von Radverkehrsinfrastruktur: Arbeitsabläufe werden transparenter und Klärungsbedarf sowie Arbeitsaufwände können schneller identifiziert werden. So wird zum Beispiel auch deutlich, ob einzelne Projekte besondere Unterstützung erforderlich machen. Baumaßnahmen, die mehrere Bezirke oder beteiligte öffentliche Unternehmen betreffen, sind einfacher abzustimmen. Mithilfe der Datenbank lassen sich die vielen unterschiedlichen Radprojekte in Berlin im Sinne des Mobilitätsgesetzes steuern und priorisieren. So kann beispielsweise das geplante Vorrangnetz für den Radverkehr zielgerichtet umgesetzt werden.

Digitale Projektkarte

Die bezirkliche Datenbank ist auch die Grundlage für die erweiterte Digitale Projektkarte von infraVelo. Seit Ende 2020 werden hier neben infraVelo-Projekten auch von der SenUVK finanzierte Radverkehrsprojekte der Berliner Bezirke abgebildet, die derzeit aktiv bearbeitet werden oder nach 2016 abgeschlossen wurden. Verschiedene Filter ermöglichen eine einfache Suche bspw. nach Projektarten, Zuständigkeiten oder Orten. So bleibt die Entwicklung der Fahrradinfrastruktur für Interessierte jederzeit transparent. Die Karte zeigt, was für den Radverkehr geplant oder wo zurzeit gebaut wird.

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bezirkliche Projekte finden sich derzeit auf unserer Projektkarte. Und die Datenbank wird stetig erweitert.

Steuerungsrunden in den Bezirken

Für jeden Bezirk finden drei bis vier Mal jährlich sogenannte Steuerungsrunden statt, die von infraVelo-Mitarbeiter*innen moderiert sowie vor- und nachbereitet werden. In diesen Runden wird gemeinsam mit Vertreter*innen der SenUVK und der Bezirksämter der Fortschritt der bezirklichen Radverkehrsprojekte besprochen. Auch werden Probleme erörtert und gemeinsam Lösungen gefunden. Bei Bedarf organisiert und moderiert infraVelo gesonderte Termine zur Abstimmung einzelner Projekte.

Bündnis für den Radverkehr

Im Bündnis für den Radverkehr (BfdR) betreut infraVelo Fachgruppen zu praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Radverkehrsmaßnahmen. Manchmal geht es hierbei um bessere Prozessabläufe oder notwendige inhaltliche Lösungen oder die Abstimmung vieler Beteiligte. Gerade die Abstimmung zwischen ÖPNV- und Radverkehrsprojekten erfordert viel Koordination. infraVelo unterstützt die Arbeit des BfdR zudem mit der Steuerung von Arbeits- und Lenkungskreisen sowie mit Konfliktlösungsansätzen, immer in enger Kooperation mit der Koordinierungsstelle Rad- und Fußverkehr bei der SenUVK.