Mann schließt Rad an Fahrradbügel an

Fahrrad­parken

Fahr­räder komfor­tabel und sicher abstellen

Wer sein Rad schnell und sicher parken kann, ist auch eher bereit, aufs Fahrrad umzusteigen und es für Alltagszwecke zu nutzen. Gerade wer ein hochwertiges Fahrrad fährt, wünscht sich unproblematische und gesicherte Abstellmöglichkeiten. Das Mobilitätsgesetz sieht einen Ausbau von Fahrradabstellanlagen in Berlin vor.

infraVelo arbeitet an dem Ausbau von Fahrradabstellanlagen in Berlin mit. In vielen Bezirken verbessert sich die Parksituation für Fahrräder durch verschiedene bezirkliche Maßnahmen – wie zum Beispiel den zusätzlich geförderten Fahrradbügeln – kontinuierlich. Derzeit führen wir im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) Standort- und Potenzialanalysen an Stationen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch, als Grundlage für weitere erforderliche Planungsschritte.

Das Angebot an Fahrradabstellanlagen ist vielfältig. Es reicht von einfachen und überdachten Anlehnbügeln und sogenannten Doppelstockparkern über Sammelschließanlagen und Fahrradboxen bis hin zu automatisierten Fahrradparkhäusern oder solchen mit Serviceangeboten. Die Senatsverwaltung fördert in den Bezirken vor allem zusätzliche klassische Fahrradbügel und überdachte Doppelstockparker. 

Fahrräder in Doppelstockparker

Ein Doppelstockparker ist ein doppelstöckiges Fahrradparksystem

Ein Doppelstockparker ist ein doppelstöckiges Fahrradparksystem

Standort- und Potenzial­analysen für Fahrrad­abstell­anlagen

Geparkte Räder Nähe Schönhauser Allee

In umfassenden Standort- und Potenzialanalysen an S- und U-Banhöfen des ÖPNV werden Angebot und Nachfrage an Fahrradabstellplätzen, zukünftige Bedarfe prognostiziert und verfügbare Flächen für Abstellanlagen analysiert. Die Analysen bilden die Grundlage für weitere erforderliche Planungsschritte und schließlich die Ausführung neuer Abstellanlagen.
Insgesamt werden sukzessive alle 280 S- und U-Bahnhöfe im Berliner Stadtgebiet untersucht. Die Standorte wurden für die Standort- und Potenzialanalysen in Arbeitspakete unterteilt. 2019 sollen rund 80 S- und U-Bahnhöfe unter die Lupe genommen werden. 2018 wurden innerhalb eines Arbeitspakets 11 Standorte auf ihre Abstellmöglichkeiten für Fahrräder untersucht.

Themen und Inhalte der Analysen

Erfasst werden zunächst die Bedarfe – außerhalb der Schulferien – durch Vor-Ort-Begehungen. In einem Radius von maximal 100 Metern werden an allen Zugängen die Parksituation allgemein, alle Fahrradabstellanlagen und ihre Besonderheiten vermerkt.

In einem zweiten Schritt werden zentrale Fragen zu Flächen untersucht. Wichtige Fragestellungen hierbei sind: Wo stehen die Parkflächen zur Verfügung? Sind diese für die Radfahrer*innen gut und bequem zu erreichen? Wo gibt es Flächen für neue Fahrradabstellanlagen und welche Art von Abstellanlagen wäre hier überhaupt umsetzbar? Erfasst werden auch die Eigentumsverhältnisse der Flächen. Kurzum, die Frage „Wem gehört welche Fläche“?

Darüber hinaus finden Befragungen von Kund*innen und Nutzer*innen der Anlagen statt. Erfasst wird beispielsweise, mit welchen Verkehrsmitteln der Bahnhof erreicht wurde (ÖPNV, Auto, zu Fuß, Fahrrad etc.), aus welchem Grund die Menschen sich am Standort aufhalten (Pendeln, privat, Schule, Dienstreise etc.) oder wie häufig der Standort als Einstiegs-/ Ausstiegsbahnhof genutzt wird. Erfragt wird auch, ob und wie viel Radfahrende bereit sind für gesicherte Fahrradabstellanlagen zu bezahlen und wie hoch der Anteil der zahlungsbereiten Menschen ist.

Auf dieser Basis werden die gegenwärtigen und zukünftigen Bedarfe für das Jahr 2030 ermittelt. Darüber hinaus wurden an den Stationen geeignete Flächen für den Neubau beziehungsweise die Erweiterung der Abstellanlagen sowie Vorschläge für die Art der Abstellanlage benannt.

Im nächsten Schritt folgen Abstimmungen mit den Bezirken: Die Ergebnisse werden diskutiert, Interessenskonflikte besprochen, konkrete Maßnahmen festgelegt und in die Planung überführt. Hierbei müssen u. a. auch Hinweise der Feuerwehr und der Polizei berücksichtigt werden.

Digitales Buchungssystem für gesichertes Fahrradparken

Das Land Berlin plant ein Netzwerk diebstahlsicherer Fahrradabstellmöglichkeiten an ÖPNV-Stationen, um die umweltfreundliche Kombination von Rad- und Nahverkehr zu fördern. Hierfür braucht es ein ein einheitliches stadtweites Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystem. Ziel ist es, Radfahrenden einen einfachen, schnellen und flexiblen Zugang zu gesicherten Fahrradparkplätzen zu ermöglichen. Berlinweit und standortunabhängig. 

Dazu hat infraVelo den Bedarf und die Anforderungen an die technische und administrative Entwicklung analysiert. Wir haben die Ausschreibung für die Entwicklung dieses Buchungs- und Zutrittskontrollsystems vorbereitet und als europaweites Verhandlungserfahren veröffentlicht.

Sie haben Fragen zu unseren Projekten?
Wir beantworten gerne Ihre Frage zu unseren Projekten im Bereich Fahrradparken.
E-Mail senden