Projektmeldung
Radfernweg

Spree-Rad- und Wander­weg: Barriere­freier Ausbau der letzten sieben Kilo­meter wird geplant

Gefahrenstellen sollen beseitigt und Abschnitte neu gebaut werden.

Der Spree-Rad- und Wanderweg ist von der Jungfernheidebrücke in Charlottenburg bis zur Mündung in die Havel am Spandauer Horn derzeit nicht barrierefrei und in Teilen noch nicht gebaut. Zahlreiche Engstellen, schadhafte Wegeoberflächen und die Wegeführung entlang einer vielbefahrenen Straße bergen Gefahren für Fußgänger*innen und Radwander*innen. infraVelo verantwortet den Bau eines durchgängig begeh- und befahrbaren Wegs mit drei bis vier Metern Breite.

Ein Weg für alle

Der Weg soll zukünftig für Radfahrende, Zufußgehende und mobilitätseingeschränkte Menschen nutzbar sein. Ausgestattet mit intuitiven Führungselementen, einer gut berollbaren Wegeoberfläche und Aufweitungen vor Engstellen sollen sich alle möglichst komfortabel darauf bewegen können. Ab dem Wiesendamm verläuft der Weg nicht mehr entlang der Spree, sondern an der vielbefahrenen Straße „Freiheit“ durch ein Gewerbegebiet weiter nach Westen. Hier soll der Weg neu gebaut werden und an der Böschung des Sophienwerderwegs entlangführen. Auf der Höhe des Grützmachergrabens wird eine Fuß- und Radfahrbrücke über die Spree und eine Weiterführung des Rad- und Wanderwegs entlang des nördlichen Ufers bis zur Havelmündung geplant.

Katja Krause, Geschäftsführerin von infraVelo: „Der barrierefreie Ausbau erfolgt unter strenger Einhaltung der naturschutzrechtlichen Vorgaben. Eingriffe in die Natur werden so gering wie möglich gehalten. Hierfür stimmen wir uns in einer Dialogreihe mit Interessensvertreter*innen von Menschen mit Einschränkungen, Naturschutzverbänden sowie Mobilitätsverbänden ab. Ihre Wünsche werden in die weiteren Planungsphasen einfließen.“

So geht es weiter

Derzeit wird die Vorplanung für den Ausbau des Wegs von der Jungfernheidebrücke bis zum Fürstenbrunner Weg erarbeitet. Nach jetzigem Planungsstand könnten hier die Bauarbeiten Ende 2022 beginnen. Für den Aus- und Neubau des Wegs ab dem Fürstenbrunner Weg bis zum Spandauer Horn sowie für die neue Brücke ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Ein erster Entwurf für die Brücke soll im Sommer 2021 vorgestellt werden. Der gesamte Aus- und Neubau des Wegs soll 2027 abgeschlossen werden.