Visualisierung der Fuß- und Radwegbrücke über die Spree.
Projektmeldung
Radfernweg

Die Spree bekommt in Spandau eine neue Fuß- und Radwegbrücke

Der Vorplanungsentwurf für die Brücke am Spree-Rad- und Wanderweg liegt vor. Derzeit bricht der Radfernweg am Wiesendamm ab. Die neue Brücke verbessert zugleich die Verbindung zwischen Spandau und Westend in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Eine neue Fuß- und Radwegbrücke soll am Sophienwerderweg auf der Höhe des Grützmachergrabens in Spandau die Spree queren. Der Spree-Rad- und Wanderweg verläuft damit zukünftig auf der nördlichen Uferseite direkt am Fluss bis zur Havelmündung. Derzeit bricht der Radfernweg am Wiesendamm ab, für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen geht es danach nur über einen Umweg entlang der vielbefahrenen Straße „Freiheit“ bis zur Havelmündung. Die neue Brücke verbessert zugleich die Verbindung zwischen Spandau und Westend in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Der Vorplanungsentwurf sieht eine Bogenbrücke vor, die im Vergleich von fünf Varianten am besten abschnitt. Sie ermöglicht für die Spannweite von rund 75 Metern eine nachhaltige und dauerhafte Bauweise und weist dabei ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Auch bei der Umweltverträglichkeit bekam die Bogenbrücke die beste Bewertung, weil sie die Natur am wenigsten beeinflusst. Die Planung der Brücke erfolgt durch das Ingenieurbüro schlaich bergermann partner, das im November 2020 das europaweite Vergabeverfahren für sich entscheiden konnte.  

Katja Krause, Geschäftsführerin von infraVelo:

„Mit der neuen Brücke für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen kommt der langersehnte Neubau des Spree-Rad- und Wanderwegs in Spandau einen entscheidenden Schritt voran. Sie wird ein großer Gewinn für Berlin.“

Prof. Mike Schlaich, Partner bei schlaich bergermann partner, zu den Details:

„Wir haben viele Varianten durchgespielt. Eine leichte Bogenbrücke passt sehr gut an diesen Ort, da sie wenig Platz benötigt und sich gestalterisch gut in diese Mischung aus Gewerbegebiet und Naturraum einfügt.“

© schlaich bergermann partner/ infraVelo

© schlaich bergermann partner/ infraVelo

Die Vorplanungsunterlagen zur Brücke werden derzeit von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz geprüft. Im Anschluss wird die sogenannte Entwurfsplanung erstellt, in der die Brücke und die Rampen detailliert berechnet und beplant werden. Ziel ist, Mitte 2022 die Genehmigungsunterlagen bei der Planfeststellungsbehörde einzureichen. Der Zeitpunkt für den Baubeginn kann derzeit noch nicht festgelegt werden. Er hängt zum einen vom Genehmigungsverfahren, zum anderen vom Abschluss anderer Bauprojekte im Bereich der Brücke ab. Hier erweitern die Berliner Wasserbetriebe derzeit das Klärwerk Ruhleben und das Wasserstraßen-Neubauamt passt die Fahrrinne der Spree im Rahmen des Projekts VDE 17 an.

Über den Spree-Rad- und Wanderweg

Der Spree-Rad- und Wanderweg ist mit 360 Kilometern einer der längsten Radfernwege im Osten Deutschlands und führt von den Quellen der Spree in Sachsen durch Brandenburg nach Berlin. Im Berliner Stadtgebiet ist er weitestgehend barrierefrei nutzbar. Der Lückenschluss und damit der Ausbau bzw. die Fertigstellung des westlichen Teils wurde vom Abgeordnetenhaus von Berlin im Februar 2018 beschlossen. Die Planung und Umsetzung der Abschnitte zwischen der Eisenbahnbrücke Jungfernheide bis zur Mündung der Spree in die Havel wurde 2018 von SenUVK sowie den beiden Bezirksämtern Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau an infraVelo übertragen.

Über schlaich bergermann partner

schlaich bergermann partner sind beratende Ingenieure im Bauwesen. Arbeitsschwerpunkte sind Entwurf und Konstruktion anspruchsvoller Ingenieurbauten wie weitgespannte leichte Dachtragwerke, Brücken und schlanke Türme oder auch zukunftsweisende Solarkraftwerke.