
Am Bahnhof Schöneweide entsteht ein klimafreundlicher Holzbau
Heute starten die Erdarbeiten an Berlins erstem öffentlichen Fahrradparkhaus und der dazugehörenden Abstellanlage am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide. Nach den bauvorbereitenden Maßnahmen im Dezember und der Winterpause ist das der nächste Schritt. Zu Beginn der Fahrradsaison 2027 sollen beide Anlagen mit insgesamt 1.100 Stellplätzen in Betrieb gehen.
Das Fahrradparkhaus wird auf dem Bahnhofsvorplatz an der Michael-Brückner-Straße gebaut, die überdachte Abstellanlage entsteht am Ecksteinweg. Während der Bauzeit ist der Durchgang zum Sterndamm jederzeit möglich und auch die Fahrradständer und die gesicherte Abstellanlage sind weiter nutzbar.
Der Bahnhof Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick ist mit mehreren Regional- und S-Bahn-Linien sowie Straßenbahn- und Buslinien eine stark genutzte Mobilitätsdrehscheibe des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Berliner Südosten. Mehr als 48.000 Fahrgäste steigen täglich dort um.
Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „Fahrradparken ist ein zentraler Bestandteil moderner Mobilität. Sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen machen vor allem das Kombinieren von Zug und Fahrrad auf dem täglichen Arbeitsweg einfach und bequem. Mit unserer Förderung für solche Anlagen unterstützen wir Länder und Kommunen und lassen Rad und Bahn näher zusammenrücken. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass von diesem innovativen, zweigeschossigen Holzbau bald die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer am Bahnhof Schöneweide profitieren werden.“
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Das erste öffentliche Fahrradparkhaus Berlins ist ein Meilenstein für die Mobilitätswende und ein großartiges Angebot für Pendlerinnen und Pendler im Südosten.“
Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt in Treptow-Köpenick: „Mit dem Fahrradparkhaus schaffen wir sichere und attraktive Stellplätze am Mobilitätsknoten Schöneweide und bringen die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes einen großen Schritt voran.“
Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „Der transparente Holzbau vereint drei Dinge: sichere und attraktive Fahrradstellplätze, nachhaltiges Bauen und ein zukunftssicheres Verkehrskonzept.“
Nachhaltiger und transparenter Holzbau
Das zweigeschossige Fahrradparkhaus ist als Holzbau mit einem umspannenden Edelstahlnetz geplant. Das sorgt für Transparenz, Licht und eine natürliche Belüftung des Gebäudes. An der Südseite zum Bahndamm entsteht eine bepflanzte Grünfassade. Auch die überdachte Abstellanlage am Ecksteinweg wird aus Holz gebaut. Beide Gebäude bekommen Gründächer und Photovoltaikanlagen.
Angebote im Fahrradparkhaus
Im Fahrradparkhaus auf dem Bahnhofsvorplatz sind rund 800 Stellplätze für Fahrräder vorgesehen, davon sind rund 240 mit dem von infraVelo entwickelten, herstellerunabhängigen System ParkYourBike zusätzlich gesichert. Zehn Stellplätze im Erdgeschoss sind für Fahrräder mit besonderem Flächenbedarf wie Lastenräder oder Kinderanhänger vorgesehen. Auch ein Servicebereich mit Fahrradwerkstatt und Fahrradvermietung sowie eine Reparaturstation ist geplant. Die überdachte Radabstellanlage am Ecksteinweg bietet rund 300 Fahrrädern eine Abstellmöglichkeit, wovon 110 Stellplätze zusätzlich gesichert sind.
Finanzierung
Die Gesamtkosten für das Fahrradparkhaus und die dazugehörende Fahrradabstellanlage liegen nach aktueller Kostenberechnung bei ca. 5,45 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ mit rund 2,6 Millionen Euro, die Komplementärfinanzierung übernimmt das Land Berlin.

