Farbeimer mit verkehrsgrüner Farbe für Beschichtung von Radweg

Material & Verarbeitung

Radwegbeschich­tungen mit Epoxid­harz und Kalt­plastik

Für die Grünbeschichtung von Radwegen werden derzeit zwei verschiedene Materialien verwendet: Kunstharz und Kaltplastik. Diese unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Beschaffungskosten, Trockenzeit und Belastbarkeit. Innerhalb einer fünfjährigen Testphase werden sie im Hinblick auf ihren dauerhaften Einsatz für die Markierung der Berliner Radwege evaluiert.
Überschüssig aufgetragener Quarzsand für grüne Radwege

Epoxidharz

Bei dem Einsatz von Epoxidharz fallen vor allem die kleinen grün gefärbten Sandkörner ins Auge, die großzügig auf die zu markierende Fläche gestreut werden. Was es mit diesem Quarzsand auf sich hat und mehr, lesen Sie hier. 

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Kaltplastik

Nicht nur für die grüne Beschichtung von Radwegen wird Kaltplastik genutzt – auch bei Rotmarkierungen von Knotenpunkten kommt dieses Material bevorzugt zum Einsatz. Warum sich Kaltplastik dafür besonders eignet und mehr, erfahren Sie hier.

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Wie werden Fahrradwege grün?

Infografik - Wie werden Radwege grün markiert?

Wie werden Fahrradwege grün? (Design: INFOGRAFIK PRO)

Wie werden Fahrradwege grün? (Design: INFOGRAFIK PRO)

Radwegbeschichtung mit Epoxidharz

Radwegbeschichtung mit Kaltplastik

Hintergrund: Mikro­plastik

Bei der Klima- und Umweltverträglichkeit von Verkehrsmitteln – vom Auto über den ÖPNV bis zum Fahrrad – wird häufig darüber diskutiert, wie viel Kraftstoff verbraucht, welche Schadstoffe entstehen und wie hoch der Materialeinsatz bei der Produktion dieser Verkehrsmittel ist. Zunehmend wird auch über Mikroplastik gesprochen. Ein Hintergrundbericht.

Rund 30 Prozent des gesamten Mikroplastiks in Deutschland werden nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Umwelt, Sicherheit und Energietechnik durch den Verkehr verursacht, insbesondere durch Reifenabrieb von Pkw und Lkw. Der Anteil des Abriebs durch Skateboards, Fahrräder und Motorräder liegt hingegen bei unter einem Prozent. Mikroplastik wird zudem bei der Abfallentsorgung, auf Baustellen, durch den Abrieb von Fahrbahndecken, durch Verwehungen auf Sport- und Spielplätzen sowie durch den Abrieb von Schuhsohlen, Kunststoffverpackungen und Textilfasern freigesetzt.

Auch der Abrieb von Fahrbahnmarkierungen und Grünbeschichtungen verursacht Mikroplastik. Dies ist im Bauwesen nahezu unvermeidbar. Alle derzeit bei den Grünbeschichtungen verwendeten Materialien sind Kunststoffe. Der Abrieb der Beschichtungen durch Fahrräder oder überfahrende Pkw setzt in geringem Maße Mikroplastik, also kleinste Partikel, die sich aus dem Kunststoff lösen, frei. Diese werden dann über die Kanalisation abgeführt.

Rund zwei Prozent der Mikroplastikemissionen sind in Deutschland auf den Abrieb von Fahrbahnmarkierungen insgesamt zurückzuführen, darunter fallen auch Radverkehrsmarkierungen (Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt, Sicherheit und Energietechnik: „Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik“, Juni 2018). Durch die Grünmarkierungen, die in dieser Statistik noch nicht erfasst sind, wird sich dieser Anteil geringfügig erhöhen. Dem steht gegenüber, dass durch farbliche Markierungen der umweltfreundliche Fahrradverkehr gegenüber dem motorisierten Verkehr gestärkt werden soll und auf diesem Weg deutlich mehr Einsparungspotenziale bei Mikroplastikemissionen erzielt werden können.

Grüne Radwege

Grün­be­schich­tung

Wichert­straße

Wohn- und Schulkiez-Radfahrstreifen breiter und grün

Pankow
abgeschlossen
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Grünbeschichtung Karl-Marx-Straße 2. BA Berlin

Grün­be­schich­tung

Karl-Marx-Straße

Viel befahrene Einkaufsstraße mit sichtbareren Radwegen

Neukölln
abgeschlossen
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