
Am S- und Regionalbahnhof Schöneweide baut infraVelo Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus. Nachdem das Fundament fertig ist, folgen nun die Holzbauarbeiten. Das Fahrradparkhaus soll 2027 eröffnen.
Heute besichtigten Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt in Treptow-Köpenick und VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing gemeinsam mit infraVelo-Geschäftsführer Michael Fugel die Baustelle.
Das Fahrradparkhaus vereint nachhaltige Mobilität und klimagerechtes Bauen. Die tragenden Teile werden aus Holz gefertigt, einem nachwachsenden Rohstoff, der CO₂ speichert und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Das Gebäude erhält ein Gründach, das Regenwasser nach dem Schwammstadtprinzip speichert und gleichzeitig die Umgebung um bis zu 3 Grad kühlt. Über eine Versickerungsmulde wird überschüssiges Wasser langsam ins Grundwasser eingespeist, das entlastet die Kanalisation. Photovoltaikmodule auf dem Dach versorgen das Fahrradparkhaus mit erneuerbarer Energie, die bepflanzte Südfassade fördert die Biodiversität und verbessert die Luft.
Künftig bietet das Fahrradparkhaus rund 800 Stellplätze, davon sind 240 mit dem Buchungs-, Reservierungs- und Abrechnungssystem ParkYourBike gesichert. Eine Fahrradwerkstatt mit Fahrradvermietung sowie eine öffentliche Reparaturstation sind ebenfalls vorgesehen. Südwestlich der Bahntrasse wird am Ecksteinweg eine dazugehörende überdachte Radabstellanlage ebenfalls aus Holz gebaut. Sie bietet Platz für rund 300 Fahrräder, von denen 110 mit ParkYourBike gesichert sind.
„Am Umsteigeknoten Schöneweide steigen täglich rund 48.000 Menschen zwischen Bahn, Tram und Bus um – für viele beginnt oder endet ihr Weg auf dem Fahrrad. Mit insgesamt 1.100 Stellplätzen im Fahrradparkhaus und in der Abstellanlage und direkter Anbindung an die Bahnsteige fördern wir die Vernetzung der Verkehrsmittel und erleichtern den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität.“
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
„Mit dem Fahrradparkhaus schaffen wir viele attraktive und sichere Stellplätze am wichtigen Umsteigeknoten Schöneweide. Damit bringen wir die Mobilitätswende im Südosten Berlins einen großen Schritt voran.“
Dr. Claudia Leistner, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt
„Der Holzbau, das Gründach, das Regenwassermanagement und die Energieversorgung machen das Fahrradparkhaus in Schöneweide zu einem Leuchtturmprojekt für nachhaltige Bauweise. Hier wirken nachhaltige Mobilität und umweltverträgliches Bauen zusammen.“
Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo
- Die Rampe hat eine Steigung von 11 Prozent
- Das Gründach des Fahrradparkhauses kann bis zu 75.000 Liter Regenwasser speichern
- 116 Photovoltaikmodule versorgen das Fahrradparkhaus mit Strom
Finanzierung
Die Gesamtkosten für beide Standorte liegen bei ca. 5,45 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ mit 2,6 Millionen Euro, die Komplementärfinanzierung übernimmt das Land Berlin.
Mobilitätsknoten Schöneweide
Der Bahnhof Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick ist mit acht Regional- und S-Bahn-Linien und 15 Straßenbahn- und Buslinien stärkste Mobilitätsdrehscheibe im Berliner Südosten. Mehr als 48.000 Fahrgäste steigen täglich dort um.

