Brücken­bauwerke für den Spree-Rad- und Wanderweg

Der Spree-Rad- und Wanderweg in Berlin soll auf den letzten sieben Kilometern bis zur Mündung der Spree in die Havel barrierefrei werden. Zwei neue Fuß- und Radwegbrücken sind dafür notwendig: Am Sophienwerderweg in Spandau wird der Weg auf dem gegenüberliegenden Spreeufer weiterführen, ein paar hundert Meter weiter überquert er den östlichen Abzugsgraben.

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Sophienwerder-Brücke

Ein starkes Symbol für den letzten Teil des Spree-Rad- und Wanderwegs wird die neue Fuß- und Radwegbrücke "Sophienwerder-Brücke" über die Spree am Sophienwerderweg. Damit wird der Weg zukünftig auf der nördlichen Uferseite direkt am Fluss bis zur Havelmündung weitergeführt. Derzeit bricht er am Wiesendamm ab, für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen geht es nur über einen Umweg entlang der vielbefahrenen Straße „Freiheit“ bis zur Havelmündung. Die neue Brücke verbessert auch die Verbindung zwischen Spandau und Westend in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Planung der Brücke hat das Ingenieurbüro schlaich bergermann partner übernommen.

Karte des Spree-Rad- und Wanderwegs. Der Kreis markiert den Bereich für die geplante Fuß- und Radwegbrücke.

Karte des Spree-Rad- und Wanderwegs. Der Kreis markiert den Bereich für die geplante Fuß- und Radwegbrücke.

Die Brücke

Das Umfeld der zukünftigen Brücke ist nicht nur geprägt durch die Spree, sondern auch durch weitestgehend naturbelassene Flächen am Südufer sowie auf der Dreiecksfläche im Norden, den stark durch LKW befahrenen Sophienwerderweg und die umgebende Bebauung aus Infrastruktur (Müllverbrennung, Kraftwerk, Kläranlage) und kleineren Industriebetrieben im Norden wie im Süden. Am nördlichen Ufer soll mittelfristig ein neues Büroareal entstehen.

Geplant ist eine Bogenbrücke, die durch ihre Gestaltung interessante Blickbeziehungen ermöglicht. Sie wird ein weiteres Ausflugsziel für die Berliner*innen und ein touristischer Anziehungspunkt für Radwander*innen und Fußgänger*innen. Bei der Gestaltung wurde auf ein angemessenes und damit wirtschaftliches Tragwerk geachtet, das eine integrale Bauweise mit geringen Unterhaltskosten gewährleistet. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen wichtig.

Anmutung der geplanten Fuß- und Radwegbrücke am Spree-Rad- und Wanderweg aus der Vogelperspektive. Copyright: sbp

Anmutung der geplanten Fuß- und Radwegbrücke am Spree-Rad- und Wanderweg aus der Vogelperspektive. Copyright: sbp

Die neue Brücke umschließt eine Reihe von Ingenieurbauwerken am südlichen Ufer und den Uferweg auf der nördlichen Seite der Spree. Dazu gehören ein Steg, mehrere Teilbauwerke über Auslaufbauwerke und Düker, die südliche Rampe, die Spreebrücke selbst sowie die nördliche Rampe.

Der Bau

Es ist vorgesehen, mit dem Bau der Brücke im Jahr 2025 zu beginnen. Aus Erfahrungswerten mit anderen Fußgängerbrücken dieser Größenordnung wird von einer Bauzeit von etwa 18 Monaten ausgegangen.

Die Wegeführung

Im Bereich der Rampen und der Brücke ist eine Breite von 4 Metern vorgesehen, in der Brückenmitte 4,5 Meter. Die maximale Längsneigung der Rampen beträgt drei Prozent, sodass die Brücke vollständig barrierefrei ist.

Zahlen & Daten

  • Brückengesamtlänge: ca. 850 Meter
  • Max. Spannweite (Bogenbrücke): 75 Meter
  • Brückenbreite: 4,0 bis 4,5 Meter
  • Brückenhöhe: max. 6,0 Meter über Gewässer
  • Rampenneigung: max. 3 Prozent

Brücke über den östlichen Abzugsgraben

Anmutung der geplanten Brücke über den östlichen Abzugsgraben am Spree-Rad- und Wanderweg. Copyright: sbp

Anmutung der geplanten Brücke über den östlichen Abzugsgraben am Spree-Rad- und Wanderweg. Copyright: sbp

Auf der nördlichen Spreeseite in Spandau führt der Spree-Rad- und Wanderweg zukünftig über den östlichen Abzugsgraben. Hier soll eine stützenfreie Querung gebaut werden. Sie hat eine Spannweite von 23,5 Metern und eine Breite von 4 Metern.

Die Planung der Brücke hat das Büro Stefan Wallmann Landschaftsarchitekten gemeinsam mit dem Ingenieurbüro schlaich bergermann partner übernommen.

Karte des Spree-Rad- und Wanderwegs. Der Kreis markiert den Bereich für die geplante Brücke über den Abzugsgraben.

Karte des Spree-Rad- und Wanderwegs. Der Kreis markiert den Bereich für die geplante Brücke über den Abzugsgraben.

Die Brücke

Der Abzugsgraben ist umgeben von weitestgehend naturbelassenen Flächen, Gewerbeflächen, kleineren Industriebetrieben und einer Kleingartenkolonie.

In diese Umgebung passt eine schlichte Trogbrücke mit einem oben liegenden Tragwerk, die nur minimale Eingriffe in den naturbelassenen Raum erfordert. Sie orientiert sich optisch an der in unmittelbarer Nähe geplanten neue Fuß- und Radwegbrücke über die Spree sowie anderen Brücken in der Umgebung. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird beim Bau auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen geachtet.

Der Bau

Es ist vorgesehen, mit dem Bau der Brücke im Jahr 2024 zu beginnen. Aus Erfahrungswerten mit anderen Brücken dieser Größenordnung wird von einer Bauzeit von etwa 6 Monaten ausgegangen. Der Bau ist von der Bauzeit des gesamten Uferweges abhängig, da nur eine sogenannte Vor-Kopf-Bauweise möglich ist.

Die Wegeführung

Im Bereich der Rampen und der Brücke ist eine nutzbare Breite von 4 Metern vorgesehen. Die maximale Längsneigung der Rampen beträgt drei Prozent, sodass die Brücke vollständig barrierefrei ist.

Zahlen & Daten

  • Brückengesamtlänge: 23,5 Meter
  • Brückenbreite: 4,0 bis 4,5 Meter
  • Brückenhöhe: 2,3 Meter über dem Gewässer
  • Rampenneigung:  max. 3 Prozent

Spree-Rad- und Wanderweg

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