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Fahrrad­park­häuser: So entsteht die neue Infra­struktur für Radfahrer*innen

Stephanie | 06.04.2026

Viele von uns kennen das: Morgens mit dem Rad zum Bahnhof, schnell abstellen, in die Bahn springen – und hoffen, dass das eigene Fahrrad abends noch da ist. Genau hier kommen Fahrradparkhäuser ins Spiel. Sie machen den täglichen Weg zur Arbeit oder Uni komfortabler, sicherer und entspannter. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie ein Fahrradparkhaus entsteht – Schritt für Schritt. Und wir werfen dabei einen Blick auf ein ganz konkretes Beispiel: Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus am Bahnhof Schöneweide.

Warum Fahrradparkhäuser?

Fahrradparkhäuser sind für die Mobilitätswende enorm wichtig: Sie sorgen dafür, dass noch mehr Menschen Rad und ÖPNV kombinieren – bequem und klimafreundlich. Das Berliner Mobilitätsgesetz sieht vor, dass an Verkehrsknotenpunkten Fahrradparkhäuser entstehen sollen.  

  • Mehr Sicherheit: Geschützte Stellplätze sind für Diebe nicht so attraktiv wie Räder, die irgendwo abgestellt werden.
  • Mehr Komfort: Überdachte Anlagen schützen vor dem Wetter und bieten oft gute Services wie Reparaturstationen.
  • Mehr Ordnung: Räder haben ihren festen Platz und stehen nicht mehr kreuz und quer auf Gehwegen und Plätzen.
  • Mehr Nachhaltigkeit: Wer sein Rad gut abstellen kann, fährt häufiger – und das ist gut fürs Klima. 

Planung und Bau – So entsteht ein Fahrradparkhaus

Der Weg bis zur Eröffnung ist länger, als viele denken. Hier ein Blick hinter die Kulissen:

Voruntersuchung/Bedarfsanalyse: Wo benötigen Pendler*innen (zukünftig) Stellplätze und wie viele? Um dies für Berlin zu ermitteln, hat infraVelo an fast allen der 275 Berliner U- und S-Bahnhöfen Standort- und Potenzialanalysen durchgeführt. Das Ergebnis: eine Liste mit Stationen, an denen besonders dringend neue Radabstellanlagen entstehen sollten.

Bedarfsanalyse Schöneweide

Machbarkeitsuntersuchung: Hier wird geprüft, was die möglichen Flächen überhaupt hergeben. Das meint z. B.  

  • Lage sowie Nähe und Wege zum Bahnhofseingang
  • Die gute Erreichbarkeit für Radfahrer*innen
  • Rechtliche Themen, wie die Eigentumsverhältnisse oder die Verfügbarkeit. Dazu braucht es viele Abstimmungen mit vielen Beteiligten (z. B. Bezirk, DB, BVG, etc.).

MU Schöneweide

Betriebskonzept mit Bedarfsplanung: Ist ein Fahrradparkhaus machbar, werden im nächsten Schritt konkrete Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet. Dazu gehören:

  • Kapazität: Wie viele Räder sollen hier Platz finden?
  • Gesicherte Stellplätze: Wie groß soll der gesicherte Bereich sein und wie erfolgt der Zugang?
  • Services: Werden z. B. ein Reparaturservice oder Schließfächer angeboten?
  • Architektur & Nachhaltigkeit: Wie kann ein umwelt- und nutzer*innenfreundliches Gebäude aussehen?
  • Betriebsablauf: Wie sieht ein zuverlässiger und wirtschaftlicher Betrieb aus?  

Schöneweide Betriebskonzept

Planungsphase: Die Planungsphase besteht im Detail eigentlich aus mehreren verschiedenen Phasen: Genehmigungs-, Prüf- und Planungsphasen wie der technischen Planung. In der technischen Planung geht es beispielsweise um den Zugang zum Fahrradparkhaus, also wie gesicherte Abstellbereiche erreicht werden oder eine barrierefreie Zufahrt mit dem Rad möglich wird. Auch die konkreten Stellflächen für Sonderräder und vieles mehr wird in dieser Phase festgelegt.  

Schöneweide Planung

Bauphase: Jetzt geht es um den eigentlichen Bau des Gebäudes. Dazu wird auch die Technik installiert und ein Testbetrieb durchgeführt bis schließlich das Fahrradparkhaus eröffnet werden kann. Wir als infraVelo koordinieren in dieser Phase alle beteiligten Gewerke, begleiten den Bau und nehmen die Bauleistung schließlich ab.  

Bauphase Schöneweide

Fahrradparkhaus Schöneweide Intern

Visualisierung eines Eingangsbereichs eines Fahrradparkhauses

Fahrradparkhaus Schöneweide

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