Direkt zum Seiteninhalt springen
zu infravelo home
Sharing-Bikes an einer Station in Berlin, Foto: Georg Baumann
Wissen bewegt

Einfach umsteigen: Dein Mobilitäts­mix für die Stadt

Stephanie | 18.03.2026

Es beginnt meist recht unspektakulär: Du trittst aus der Haustür, ziehst den Reißverschluss deiner Jacke hoch und machst dich auf den Weg. Der Morgen ist kühl. Noch nicht ganz wach greifst du zum Fahrrad – oder entscheidest dich spontan doch für die S‑Bahn, weil der Himmel plötzlich dunkel wird. Genau so funktioniert Mobilität in der Großstadt: Sie verläuft selten geradeaus. Du kombinierst, wechselst, passt dich an. Ein Mobilitätsmix, der längst Alltag ist. Das Fahrrad spielt dabei eine wichtige Rolle. 18 Prozent aller Wege in Berlin legen Menschen bereits heute auf zwei Rädern zurück. Und die Stadt reagiert: Seit 2018 gibt das Mobilitätsgesetz klar den Ton vor. Der Umweltverbund hat Vorrang – also Rad-, Fuß- und öffentlicher Verkehr. Das schafft gute Bedingungen für ein modernes Berlin. Für uns bei infraVelo bedeutet das: Wir verknüpfen Radverkehr und ÖPNV enger miteinander.

Fahrrad abstellen, umsteigen, weiterfahren

Heute steigst du aufs Rad und fährst zur U-Bahn nach Neukölln. Du möchtest dein Rad sicher abstellen, trocken, gut beleuchtet und möglichst nahe am Bahnsteig. Genau dieses Angebot baut infraVelo berlinweit aus. Platz ist knapp, der Bedarf hoch – trotzdem wächst die Zahl der Fahrradabstellplätze stetig. Wir wissen sehr genau, wo Stellplätze fehlen. 275 S‑ und U‑Bahnhöfen hat das infraVelo-Team untersucht und den Ist-Zustand sowie das Zuwachspotenzial ermittelt. Diese Daten helfen dabei, Standorte klug zu planen und Flächen sinnvoll zu nutzen. Und das nicht nur für freie Fahrradstellplätze, sondern auch für gesicherte Abstellanlagen.  

Fahrradfahrer auf einem geschützten Radfahrstreifen

Foto: infraVelo/Oliver Mann

ParkYourBike: digital, sicher und unkompliziert

Mit ParkYourBike hat infraVelo ein Tool geschaffen, das den Alltag spürbar erleichtert. Du reservierst deinen Stellplatz online, die ersten 24 Stunden sind immer kostenfrei, und die Bedienung ist kinderleicht. Vielleicht hast du es schon getestet: Ein Klick, ein Code, ein sicherer Platz für dein Rad.

Sieben Anlagen stehen heute bereits in Berlin bereit – unter anderem in Adlershof, Schöneweide, Alt-Mariendorf und an der Wutzkyallee. Und es geht kontinuierlich weiter. Auch im Berliner Umland wächst das Angebot: Potsdam, Eichwalde, Cottbus und andere nutzen unsere Technologie. Zusammen ergibt das über 1.400 gesicherte Stellplätze, die du heute schon nutzen kannst. 

Gesicherte Sammelschließanalge und Boxen für Fahrräder am U-Bahnhof Wutzkyallee

Gesicherte Fahrradabstellanlagen von ParkYourBike am U-Bahnhof Wutzkyallee | Foto: infraVelo

Vom Knotenpunkt zum Mobilitätshub

In Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick entsteht außerdem ein wichtiges neues Angebot: das erste öffentliche Fahrradparkhaus an einem zentralen Berliner Mobilitätsdrehkreuz. Ein Ort, an dem der Wechsel vom Rad zur Bahn so einfach wird, wie er sein sollte.

Parallel erweitern die Berliner Bezirke das Angebot. Seit 2018 sind im gesamten Stadtgebiet über 34.000 neue Stellplätze entstanden – Fahrradbügel, Doppelstockparker und kleinere Anlagen an Wohnstraßen oder in Kiezen. Ein Angebot, das wächst und dir jeden Tag mehr Möglichkeiten bietet, dein Rad sicher abzustellen. 

Visualisierung eines Fahrradparkhauses in Holzbauweise auf einem Bahnhofsvorplatz

Visualisierung des Fahrradparkhauses Schöneweide | xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

Mobilität, die zusammenwächst

Mittags musst du quer durch die Stadt – von Kreuzberg nach Pankow. Dein Rad steht noch in Neukölln. Kein Problem: Du nimmst die Bahn, später ein Sharing‑Bike für die letzten Meter. Genau diese Flexibilität macht moderne Mobilität aus.

Und sie entsteht im Zusammenspiel vieler Akteur*innen. DB, BVG/Jelbi, VBB, Sharing-Anbieter wie Voi oder Miles – sie alle konzipieren Bausteine, die ergänzt und verknüpft werden können: mit Bike+Ride‑Projekten, Mobilitätsstationen und digitalen Diensten wie ParkYourBike als Teil eines größeren „Mobility-as-a-Service“-Ökosystems.

Intermodale Knoten bringen diese Vielfalt für alle spürbar zusammen. Kurze Wege, klare Beschilderung, sichere Abstellanlagen: kleine Details, die deinen Alltag verändern. Fahrradparkhäuser wie in Schöneweide, Bike‑+Ride‑Anlagen an S‑Bahnhöfen oder Mobilitätsstationen mit Bahn, Bus, Sharing‑Bikes und Carsharing zeigen, wie die Angebote ineinandergreifen. 

Terminal einer gesicherten Fahrradabstellanlage, daneben ein Hinweisschild mit Piktogrammen für E-Scooter, Lastenräder, Taxi und Park+Ride

Gesicherte Fahrradabstellanlagen in Falkensee | Foto: Tanja Marotzke

Alles verknüpft: digital, effizient und schnell

Du willst wissen, wann die nächste U‑Bahn fährt? Ein freies Sharing‑Bike finden? Einen gesicherten Stellplatz reservieren? Digitale Systeme verbinden die Angebote. ParkYourBike hilft dir beim Abstellen, Plattformen wie Jelbi bündeln ÖPNV, Sharing und Tickets – und deine Route steht in Sekunden.  
 

Sharing als Joker im Alltag

Am Nachmittag gehst du mit deiner besten Freundin in den Möbelmarkt. Sie stapelt Pflanzen, Bilderrahmen und eine Stehlampe in den Wagen. Du checkst kurz dein Handy und buchst ein Carsharing‑Auto. Problem gelöst.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert es mit E-Scootern, wenn dir der Bus vor der Nase weggefahren ist. Oder Bike‑Sharing, wenn dein eigenes Rad gerade in der Werkstatt steht. Du entscheidest jedes Mal neu – ganz intuitiv.

Unterwegs zurück nach Hause wird der Himmel wieder dunkel. Ein Blick auf dein Handy zeigt dir den schnellsten Weg: U‑Bahn bis Neukölln, ein paar Schritte zu Fuß, dann wartet dein Rad sicher verstaut auf dich. Du steigst auf und rollst die letzten Meter nach Hause. 

Fahrradfahrer und Jogger bei Nacht auf einem gemeinsamen Fuß- und Radweg, Bewegungsunschärfe erzeugt verwischtes Licht

Foto: infraVelo/Daniel Rudolph

Dein Alltag macht den Unterschied

Der Mobilitätsmix begleitet dich durch den Tag. Du kombinierst, tauschst, passt dich an – ohne groß darüber nachzudenken. Gleichzeitig gestaltest du die Stadt mit: weniger Autos, weniger Lärm, mehr Platz, mehr Sicherheit. Jeder deiner Wege trägt ein kleines Stück dazu bei, dass Berlin lebenswerter wird. 

Blog Banner Teaser

Es tut sich was auf dem Weg zur Fahrradstadt.

Wir informieren dich in unserem Newsletter über aktuelle Infrastrukturmaßnahmen, Fortschritte und Fahrradthemen aus und für Berlin.

Jetzt zum Newsletter anmelden