Unser Kernteam besteht aus den Historikern Joseph Hoppe, der die Idee für die Radrouten entwickelt hat, Nico Kupfer, zuständig für digitale Kartographie, dem Radwege-Experten Axel von Blomberg und mir als Stadtplanerin. Wir sind monatelang Wege abgefahren, haben Strecken bewertet und Geschichten recherchiert. Wir wollten nicht einfach Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen, wir wollten wirklich interessante Stories erzählen. Außerdem soll es Spaß machen, die Strecke zu radeln – in Berlin nicht immer ein einfaches Unterfangen.
Wir haben uns gefragt, was wir selbst bräuchten, um uns für ein gänzlich neues Thema so sehr zu begeistern, dass wir uns für einen Tagesausflug aufs Rad schwingen. Die Antwort war schnell klar. Das Angebot muss konsequent aus Nutzersicht entwickelt werden: Die Routentitel müssen neugierig machen, und das Thema muss gut verständlich aufbereitet sein. Inhalte und Serviceinformationen müssen so präzise beschrieben sein, dass man nichts mehr zusätzlich recherchieren muss. Die Informationen über die Route müssen einfach verfügbar sein, so dass man spontan losradeln kann. Und die Wege sollen abwechslungsreich und schön sein.
All das bieten die Fahrradrouten der Berliner Industriekultur. Wie haben wir das geschafft? Wir haben die Radrouten nicht im stillen Kämmerlein entwickelt, sondern gemeinsam mit vielen Partnern: mit infraVelo, dem Berliner Senat, visitBerlin und weiteren Experten. Auch ganz normale Radfahrerinnen und Radfahrer waren eingebunden. Bei vielen Testfahrten haben verschiedene Experten und Menschen, die gerne Rad fahren, die Routen auf Herz und Nieren geprüft und uns wertvolles Feedback gegeben. Die insgesamt acht Fahrradrouten der Berliner Industriekultur sind also ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Die Entwicklung hat uns allen viel Spaß gemacht. Und jetzt wünschen wir Ihnen: Viel Spaß beim Radeln!