Radwegweiser Berlin vor blauem Himmel

Rad­weg­weisung

Einfach orientieren

1.300 Wegweiser und 1.500 Routenlogos auf rund 422 Kilometern: Das sind die Fakten zur Wegweisung des Radwegenetzes in Berlin. 2003 wurde die wegweisende Beschilderung für Radfahrer*innen initiiert und seitdem schrittweise umgesetzt.

Die Radwegweisung ist ein zentraler Baustein der Radverkehrsförderung. Sie hilft dabei, die bestehenden Radverkehrsnetze für die Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und bietet Orientierung. Die weiß-grünen Schilder sind leicht verständlich und ermöglichen komfortables Radfahren – sowohl beim Radeln im Alltag als auch in der Freizeit. Wer also einmal in einem anderen Kiez unterwegs ist und sich nicht gut auskennt, kann den Schildern folgen und muss nicht zwingend das Smartphone zu Rate ziehen.

Wer gibt die Richtung an?

Das Wegenetz besteht aktuell aus rund 422 Kilometern im sogenannten Hauptroutennetz und den fünf Radfernwegen. 2013 wurde das bis dahin beschilderte Radwegenetz zum ersten Mal gewartet. Seit dem Frühjahr 2018 ist infraVelo für die Wartung und Pflege des Wegeleitsystems zuständig. 

Bestandsaufnahme der Berliner Radwegweiser

Berliner Radwegweiser von Laub verdeckt

Im Herbst 2018 konnten die ersten wichtigen Vorarbeiten für eine höhere Qualität der Beschilderung abgeschlossen werden: Vorgehen, Zuständigkeiten und Intervalle für die zukünftige Wartung wurden vereinbart, alle Mängel in der bestehenden Beschilderung durch Befahrung und fotografischer Dokumentation der Zustände der Schilder und der Standorte erfasst, Vorschläge zur Korrektur erarbeitet und eine Übersicht der erforderlichen Reparaturen erstellt. Ziel ist eine lückenlose, aktuelle und mängelfreie Erfassung aller Schilder.

Mängel in verschiedensten Formen

Die Mängelliste der in die Jahre gekommenen Schilder ist vielfältig. Bei einigen Schildern ist das Material der Schilder durch UV-Strahlung aber auch durch Vandalismus beschädigt. An verschiedenen Standorten sind Schilder durch überragende Äste oder Moos gar nicht mehr lesbar oder fehlen vollständig. Zum Teil sind auch noch alte Beschilderungsvarianten im Einsatz oder fehlen vollständig. Eine einfache und schnelle Orientierung beim Radfahren ist dadurch in vielen Fällen nicht möglich.

Montagearbeiten schreiten voran

Auf Grundlage des erarbeiteten Mängelverzeichnisses begannen im September 2019 die Montagearbeiten. Dabei werden beschädigte oder unlesbare Exemplare durch neue ersetzt, fehlende Ausschilderungen ergänzt. Die Arbeiten konnten bis Ostern 2020 in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Reinickendorf weitestgehend abgeschlossen werden. Die noch fehlenden Bezirke Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg sollen bis Ende Juli 2020 fertiggestellt werden.

Parallel dazu wurde die Ausschilderung der Radroute RR 10, die vom Schlossplatz durch den Bezirk Neukölln bis nach Rudow verläuft, angeschoben. Auch hier wird das Ende der Montagearbeiten im Juli 2020 erwartet.

440

Kilometer ausgeschilderte Fahrradrouten soll es bis Mitte 2020 in Berlin geben. Das sind rund 20 Kilometer mehr als im Jahr 2018.

Über das Radwegweisungs­system

Die Kernelemente der Radwegweisung sind Ziel- und Zwischenwegweiser. Zielwegweiser zeigen Ihnen wichtige Informationen zu Hauptzielen. Hierbei unterscheiden wir zwischen nahen und ferneren Ziel bzw. Ortsteilen. Die Zwischenwegweiser zeigen Ihnen den Streckenverlauf zwischen den Zielwegweisern. Das ist besonders auf längeren Streckenabschnitten ohne Zielwegweiser hilfreich.

Im Einsatz sind Pfeil-, Tabellen- und Zwischenwegweiser. Damit diese leicht verständlich sind, gibt es einheitliche Vorgaben für alle Schilder: gleiche Schriftfarbe, Regelgrößen für die verschiedenen Schildertypen und Platzierung von Piktogrammen. Für touristische Routen sind Einschubplaketten vorgesehen. Auch die Größenverhältnisse von Schildern und Schrift sind bundesweit nach den Vorgaben der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in einem Leitfaden festgelegt.

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