Rennradfahrer fährt über Landstraße

Rad­fern­wege

Die Ferne mit dem Rad erfahren

Ob Kopenhagen, Usedom oder Leipzig – Berlin ist Start- und Zielpunkt zahlreicher, attraktiver Radfernwege. Diese sind touristisch ausgerichtet und führen nicht auf direktem Wege von A nach B, sondern zumeist auf separaten Radwegen, entlang touristischer und historischer Stätten oder Metropolen sowie Routen durch die Natur. infraVelo kümmert sich derzeit um zwei Radfernwege und deren Streckenabschnitte in Berlin.

Radfernweg Berlin-Leipzig

Die Gesamtroute dieses Radfernwegs ist ca. 250 Kilometer lang und verbindet die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin miteinander. Der Streckenabschnitt in Berlin führt vom Schlossplatz in Berlin Berlin-Mitte bis zur Landesgrenze am Jenbacher Weg und von dort weiter entlang des Berliner Mauerwegs bis nach Lichtenrade.

Aufgaben infraVelo

Unsere Aufgabe ist es, den „Lückenschluss“ der letzten offenen Strecke bis zur Landesgrenze Berlin-Brandenburg herbeizuführen. Sobald wir diesen Abschnitt bearbeitet haben, kann die notwendige Ausschilderung des viel genutzten Teilstücks erfolgen.

250

Kilometer lang ist der Radfernweg Berlin-Leipzig. Radfahrer*innen machen dabei Strecke durch vier Bundesländer.

Spree-Rad- und Wanderweg

Der Spree-Radweg ist rund 410 Kilometer lang und führt von Eibau in der sächsischen Oberlausitz durch Sachsen, Brandenburg und den Spreewald bis nach Berlin. Er gehört zu den längsten Radfernwegen im Osten Deutschlands. In Berlin unterteilt sich der Spree-Radweg in den östlichen und westlichen Abschnitt.

Aufgaben infraVelo

infraVelo verantwortet die bezirksübergreifende Projektsteuerung für einen Teil des westlichen Abschnitts – von der „Jungfernheidebrücke“ in Charlottenburg bis zur Mündung in die Havel in Spandau.

Für den westlichen Abschnitt wurde im Jahr 2009 – im Auftrag der damals zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – eine vorbereitende Untersuchung zur baulichen Herrichtung durchgeführt. Die Streckenführung wurde untersucht, in 19 einzelne Projektabschnitte aufgeteilt und nach Abstimmung mit allen Beteiligten grundsätzlich festgelegt. Mögliche Alternativrouten wurden vorgestellt. In den vergangenen Jahren wurde die weitere Bearbeitung des Vorhabens zurückgestellt. Zu den Gründen gehören besondere Schwierigkeiten im städtebaulichen Kontext wie große Baumaßnahmen oder Planungsvorhaben im Zusammenhang mit dem Ausbau der Wasserstraße Spree.

infraVelo wurde im April 2018 mit der weiteren Planung beauftragt. In den vergangenen Monaten konnten wir bereits Fortschritte erzielen: Wichtige Abstimmungen erfolgten mit den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau sowie mit dem für das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17“ zuständigen Wasserstraßen-Neubauamt (WNA), den für den Ausbau des Klärwerks Ruhleben verantwortlichen Berliner Wasserbetrieben (BWB) und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Ziel dieser Abstimmungen ist es, die verschiedenen Planungen und Umsetzungen zusammenzubringen, die gewünschte Radwegeverbindung so komfortabel wie möglich zu gestalten und Synergieeffekte zu schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei eine notwendige und neue Fußgänger- und Radfahrbrücke über die Spree. Eine Machbarkeitsstudie dazu ist in Arbeit.

Im Oktober 2019 hat infraVelo die Planungsleistungen für die vorgesehenen Abschnitte 14, 15 und 18 des Spree-Rad- und Wanderwegs an ein Landschaftsarchitekturbüro vergeben.

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